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Inklusion im Pädagogik-Studium

Das Teilprojekt Leipzig hat untersucht, welche Rolle Inhalte zum Thema "Inklusion" im Pädagogik-Studium spielen.

Hier erfährst du unsere Forschungsergebnisse.

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Was wollten wir herausfinden?

  • Welche Themen sind in den Studienfächern wichtig?

  • Wie verläuft das Studium in den Studienfächern?

  • Kommt Inklusion im Studium vor? Falls ja, mit welchen Inhalten kommt Inklusion vor?

  • Welche Rolle spielt Inklusium im Studium? Wie wichtig ist Inklusion im Studium?

Wir haben diese drei Studienfächer untersucht​:

Soziale Arbeit/

Sozialpädagogik.

Kindheitspädagogik/

Pädagogik der Kindheit

Schulpädagogik/

Pädagogik im Lehramt

Beispielfotos für mögliche spätere Berufe von Menschen, die dieses Fach studieren.

Ergebnisse: Inklusion im Studium​

Insgesamt haben wir herausgefunden, dass Wörter, die mit Inklusion zu tun haben, oft nur genannt werden. 

Sie werden selten ausführlich beschrieben und mit anderen Inhalten verknüpft. Dies könnte mehrere Gründe haben: Zum Beispiel, dass es den Hochschulen nur wichtig ist, viele Wörter zu benutzen, die mit Inklusion zu tun haben. Oder, dass Inklusion nur oberflächlich thematisiert wird. Oder, dass Inklusion bei vielen Inhalten eine Rolle spielt deswegen nicht immer extra genannt wird.

Inklusion!
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Inklusion!

Im Fach Soziale Arbeit haben wir herausgefunden:

Es werden nur wenige Inhalte benannt, die mit Inklusion zu tun haben! Jede Hochschule hatte aber zumindest ein Modul, in dem es um Inklusion ging. Außer dem Wort "Inklusion" oder "Ingegration" werden auch kaum Wörter genannt, die mit Inklusion zu tun haben.

Menschen mit Behinderungen werden als Adressatinnen und Adressaten von Angeboten der Sozialen Arbeit gesehen.

Diese Themen waren im Fach Soziale Arbeit besonders wichtig. Je größer ein Begriff ist, desto häufiger kam er in den Modul-Handbüchern vor!

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Im Fach Kindheitspädagogik haben wir herausgefunden:

In diesem Fach hat jede Hochschule mehrere Module, die mit Inklusion zu tun haben! Jede Hochschule hat außerdem genau ein Modul, dessen Haupt-Thema "Inklusion" ist. Die Beschreibung von Kindern mit Behinderung ist jedoch in den unterschiedlichen Hochschulen jeweils verschieden: Manche Hochschulen sprechen viel über Sonder-Einrichtungen und besondere Bedarfe von behinderten Kindern. Andere Hochschulen machen das nicht, sondern sie verwenden viele Inklusions-Begriffe.

Auch hier ist es so, dass die Begriffe zum Thema Inklusion nur aufgezählt werden. Sie werden wenig erklärt oder verknüpft. Drei Hochschulen fallen auf, weil sie Inklusion besonders thematisieren (Evangelische Hochschule Freiburg, Universität Potsdam, Alice Salomon Hochschule Berlin).

Diese Themen waren im Fach Kindheitspädagogik besonders wichtig. Je größer ein Begriff ist, desto häufiger kam er in den Modul-Handbüchern vor!

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Im Fach Schulpädagogik haben wir herausgefunden:

Lehramt kann man nur an Universitäten studieren. Alle Universitäten nennen einige Begriffe aus dem Themen-Bereich "Inklusion". Nur die Universitäten in Rostock, Gießen und Oldenburg setzen diese Begriffe auch in Beziehung. Alle anderen Universitäten nennen bloß die Worte. 

In den Modulen, in denen das Wort "Inklusion" fällt, geht es meistens um Leistungs-Diagnostik, um Leistungs-Beurteilung und um Förderunterricht. Es wird ein Widerspruch deutlich zwischen Inklusion und der standardisierten Beurteilung von Leistungen im Unterricht. Dieser Widerspruch wird im Modulhandbuch aber nicht thematisiert.

Nur die Universitäten Gießen und Oldenburg haben auch Module, in denen es um Pädagogik im Zusammenhang mit Heterogenität geht. Inklusion auf der gesellschaftlichen Ebene wird nur an der Universität Gießen im Modulhandbuch genannt.

Diese Themen waren im Fach Schulpädagogik besonders wichtig. Je größer ein Begriff ist, desto häufiger kam er in den Modul-Handbüchern vor!

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