Workshop 3: Wie macht Lehre Spaß?

Alle Teilnehmenden hatten diesen Workshop gewählt, weil sie Spaß am Lehren oder Studieren haben und darüber sprechen wollten. In der Vorstellungsrunde ergab es sich, dass die zwölf beteiligten Personen nicht nur ihre Namen sagten, sondern auch erzählten, was sie mit diesen verbinden, woher sie ihn bekommen haben, ob er eine Bedeutung hat, ob man ihn mag… Jede*m fiel dazu eine kleine Geschichte ein. Gemeinsames Studieren und Lehren macht zum Beispiel dann Spaß, wenn man einander kennen lernt – die Namen sind dafür ein guter Anfang. 

Auch Online-Lehre kann Spaß machen, zum Beispiel per Zoom. Dann ist es schön, wenn man Gesichter, nicht nur Fotos oder Namen sieht. Wir wollen uns sehen! Kamera an – Kamera aus – damit kann man auch spielen. Ein Teilnehmer stellt eine Methode vor: Alle Kameras sind aus, die lehrende Person stellt Fragen, die mit ja oder nein beantwortet werden können. Alle, die ‚Ja‘ antworten, machen die Kamera ein… bis schließlich alle zu sehen sind. 

Spaß macht auch, wenn viele miteinander reden können und man nicht nur einer Person zuhören muss. Der Zoom-Raum kann vor der Lehrveranstaltung geöffnet sein; dann können die Studierenden miteinander reden. Den meisten gefällt das. 

Manchmal muss die lehrende Person auch aushalten, dass eine Frage nicht sofort beantwortet wird. Und was macht man, wenn immer dieselben reden? Man könnte Regeln finden, z. B. wie lange eine Person reden sollte. Aber im Workshop waren wir uns einig: Nicht zu viele Regeln! Manche schweigen ja auch gern… und hören zu. 

Der Workshop endete damit, dass wir ein Spiel ausprobiert haben: Die Kameras sind ausgeschaltet, der Ton ist an. Jemand beginnt zu zählen: 1 – 2 – 3 – …

Die Reihenfolge ist zu nicht abgesprochen und wir versuchen, dass jede*r eine Zahl nennt, ohne dass zwei Personen gleichzeitig sprechen. Beim ersten Mal haben wir das geschafft und haben bis 12 gezählt. Die nächsten Runden kamen nicht weit; schon die „2“ wurde von zwei Personen gleichzeitig genannt. Wenn man in einem Raum sitzt, wird mit geschlossenen Augen gezählt. Wir wären gern noch einmal bis zur 12 gekommen… Aber es sollte noch Zeit für eine kurze Kaffeepause bleiben.

Ich danke Samuel Wunsch und Felix Michl für die gemeinsame Moderation und den Teilnehmenden für Ideen und Anregungen, fürs Ausprobieren und für den Spaß am gemeinsamen Workshop!

Verfasst von Andrea Platte, Professorin an der TH Köln und Projekt-Leitung von ParLink

Felix Michl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Leipzig

Samuel Wunsch, Bildungs-Fachkraft am Institut für Inklusive Bildung in Kiel