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Bedingungen und Wünsche

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der 3 Gruppendiskussionen haben unterschiedliche Bedingungen und Wünsche genannt zum Thema inklusionsorientierte Hochschule.

Sie haben Wünsche, wie die Hochschule gestaltet werden und wie das Lernen und Arbeiten an der Hochschule sein soll.

Sie sehen Bedingungen und Voraussetzungen. Diese müssen erfüllt sein, damit eine Hochschule inklusiv sein oder werden kann.

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Meinungen aus den Gruppendiskussionen

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„dass ich dann ohne, dass ich explizit Inklusion zum Thema machen muss, Gelegenheiten schaffe, dass sozusagen Selbstbestimmung stattfinden kann.“

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Die Person wünscht sich, dass Inklusion nicht explixit thematisiert werden muss, damit sie möglich ist.

„dass halt auch Menschen Zugang zu Uni erhalten, die sonst keinen Zugang zu Uni haben.“

Die  Person findet, dass auch Menschen, die sonst nicht an der Hochschule lernen, unterrichten oder forschen können, diese Möglichkeiten bekommen sollen. Das können Menschen mit einer zugeschriebenen Behinderung sein, aber auch Menschen ohne Abitur beispielsweise.

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„Wenn du jetzt sagst, ich will Inklusion betreiben, gehören zu den vielen Behinderungsaspekten viel mehr Adaptionen. Und da ist ja die Frage, wie viel Aufwand will ich betreiben oder wie wichtig ist mir das, dass eine Person oder, dass mehrere Menschen teilhaben können.“

Die Person sagt, dass die Einstellung von Menschen eine wichtige Bedingung ist. Menschen, die etwas verändern können (z.B. Adaptionen umsetzen), muss es wichtig sein, dass andere Menschen teilhaben können.

„dass er da jetzt schon an seine Grenzen stößt, weil einfach die, diese Rahmenbedingung dort schon wieder ihn dazu zwingen. Also, sie müssen das am Ende auch so machen dass da eine Prüfungsleistung irgendwie möglich ist.“  

Die Person findet, dass es an der Hochschule viele Barrieren gibt. Sie ist der Meinung, dass sich die Rahmenbedingungen ändern müssen. Die Dozentinnen und Dozenten sollten mehr Freiheiten haben. Es sollte mehr darum gehen, WAS gelernt wird und nicht nur um die Prüfungen

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„Und dann denk ich auch dann das so in dem Arbeitsalltag auch Einzug nimmt im Prinzip weil ich glaub es geht ja den meisten so, die an der Uni arbeiten, dass die auch noch ihre Diss[ertation] nebenbei laufen haben und dass es doch eigentlich chronisch zu wenig Zeit ist für Alles und  da müsste man glaub ich wirklich so gezielt Freiräume schaffen dann, um da solche Projekte Lehrplanung oder wie auch immer dann eben mit diesen spezifischen Anforderungen zu verankern. Ich glaub das wäre auch ganz wichtig.“

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Die Person sagt, dass sie selbst aus ihrem Alltag als Dozent oder Dozentin kennt, dass für alles zu wenig Zeit da ist. Die Person wünscht sich mehr Zeit und sieht das auch als Voraussetzung für Inklusion an der Hochschule.

„Meine Verantwortung muss nur ein bisschen mehr geweckt werden, von meinem Umfeld. Und danach kann jeder mehr an sich arbeiten.“ – [Studierende müssen] an den Schultern gepackt und auch ein bisschen von diesem lethargischen Status wegbewegt [werden]"

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Die Person wünscht sich, dass Studentinnen und Studenten an sich arbeiten. Dafür müsste ihre Verantwortung geweckt werden. Die Person denkt, dass die Studentinnen und Studenten einen Anstoß brauchen, um an sich zu arbeiten.

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und eben der auch leicht verständlichen Sprache [...], dass man dann eben versucht, damit dann auch so ne Sprache zu erzeugen, damit‘s eben jeder verstehen kann, dass denn eben auch die Menschen, über die gesprochen wird, wie du‘s sagst dann eben wenn die das auch anderen weitertragen können.“

Die Person findet leicht verständliche Sprache wichtig für eine inklusive Hochschule

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"Und das geht ja während der Schulzeit dann, so allmählich bei den Kindern verloren durch den Zwang. Durch das Bewertungssystem, wird die Neugier eigentlich abgetötet.“

Die Person sagt, dass Bewertung die Neugier und Freude am Lernen verhindert. Das passiere schon in der Schulzeit. Sie denkt also, dass Neugier eine wichtige Bedingung für das Lernen ist. Damit diese Neugier erhalten bleibt, sollte weniger bewertet werden.

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„Und was ich denk was halt passieren muss: Der Umgang mit allen Mitarbeitern müsste sich halt irgendwo auch ändern und so. Weil es existiert halt einfach jetzt sone Normalvorstellung von Leistungsfähigkeit und was kann jemand machen oder was sollte jemand machen und bringen in welcher Zeit. Und das müsste man halt alles über den Haufen werfen, solche festen Erwartungen an Leistung, an das was passiert in ner bestimmten Zeit.“

Die Person sagt, dass sich für eine inklusive Hochschule die Ansprüche an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ändern müssen. Die Erwartungen an Leistungen sollten sich nicht nach einer Normvorstellung sondern nach den einzelnen Menschen richten.

Die Person sagt, dass eine Bedingung und ein Wunsch für eine inklusive Hochschule eine demokratische Hochschule ist. Das bedeutet, dass alle Mitglieder der Hochschule an Entscheidungen beteiligt werden.

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"[...] und 'ne demokratische Schule oder Hochschule“

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„Das ist aber eben sehr schwer bis Menschen sagen was sie, was WIE da gerne möchten. Ne? Also es wird eher mir nicht so einfach rübergereicht. Und ich hab keine festen Formate oder oder Methoden womit ich das sicher in Gang kriegen kann. Wenn es nicht explizit Thema wird ja?“

Die Person sagt, dass sie als Dozent_in gern auf die Bedürfnisse der Studenten und Studentinnen eingehen möchte. Das ist aber schwierig. Den Studenten und Studentinnen fällt es schwer zu sagen, was sie brauchen. Das haben sie nicht gelernt. Die Person sieht diese Informationen als Bedingung für Inklusion. Sie wünscht sich Ideen, wie ein Austausch anfangen kann.

„Ich hoffe dass ich nicht zurück muss. Drück ich mir selber die Daumen, dass sie sagen, du musst nicht zurück, dass hier ne Stelle bekommt. Dass nicht die Arbeit umsonst hier reingesteckt hab und die sagen, ja dürfen nicht hierbleiben, aber die haben auch gesagt setzen sich ein, dass wir hierbleiben dürfen.“

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Die Person hofft, dass sie nicht wieder in der Werkstatt arbeiten soll. Daraus kann man auf eine Bedingung und einen Wunsch schließen: Die Arbeitsplätze an Hochschulen sollten sicher sein. Und Menschen mit Behinderungen sollten ihren Arbeitsplatz selbst wählen können.