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Erfahrungs-Wissen

Erfahrung ist eine Form von Wissen. Erfahrungen macht man nur selbst. Man kann aber anderen von seinen Erfahrungen erzählen. Dann können auch sie davon lernen, obwohl sie die Erfahrung nicht selbst gemacht haben.

Einige Menschen machen Erfahrungen mit einer Beeinträchtigung. Das können ganz unterschiedliche Erfahrungen sein.  Für manche Menschen ist es ganz alltäglich, mit einer Beeinträchtigung zu leben. Sie haben viel Erfahrung im Umgang mit der Beeinträchtigung gemacht. Viele sagen auch: “Die Beeinträchtigung gehört zu mir, ich lebe damit. Für mich ist es normal”.

Zum Beispiel kann eine blinde Person ein Buch in Blinden-Schrift mit den Fingern lesen. Das könne viele sehende Menschen nicht. Manche Personen machen aber auch schlechte Erfahrungen. Zum Beispiel, wenn sie wegen der Beeinträchtigung von anderen ausgegrenzt werden.  

Menschen ohne solche Beeinträchtigungen haben diese Erfahrungen nicht.

Sie können sich oft gar nicht vorstellen, wie das ist. Zum Beispiel wie es ist,

gar nichts sehen zu können. Oder wie es sich anfühlt,

wenn man deshalb ausgegrenzt wird. 

Wer Beeinträchtigungen und Ausgrenzungen erfahren hat, kann anderen etwas darüber erzählen. Manchmal spricht man dann auch von "Expertinnen und Experten in eigener Sache”.

Auch die Bildungs-Fachkräfte erzählen von ihren Erfahrungen. In der partizipativen Lehre geben sie Wissen aus ihrer Lebens-Erfahrung weiter.

Zum Beispiel über ihre Zeit in der Schule. 

Manche Erfahrungen sind schwer in Worte zu fassen. Es gibt manchmal auch sehr persönliche Erlebnisse, die erzählt werden. Das ist in der Lehre an Hochschulen ungewöhnlich.

Blick auf einen Arbeitsraum mit Kleingruppen

Bildbeschreibung:

Hier wurden die Erfahrungs-Berichte der Bildungs-Fachkräfte in

Klein-Gruppen besprochen. Für die sehr privaten Erzählungen wurde also auch ein eher privates Lehrformat ausgewählt.

Die Studierenden sollten am Ende auf einem Plakat festhalten, was die Bildungs-Fachkräfte ihnen erzählt haben. Die Bildungs-Fachkräfte waren in diesen Situationen dabei und haben auch an den Plakaten mitgearbeitet.

Die Studierenden-Gruppen wirkten davon irritiert.

Manche wussten nicht so genau, was sie schreiben sollten. Man könnte überlegen, ob man die Plakate überhaupt braucht. Oder ob die Studierenden die Plakate allein gestalten sollten. Vielleicht ist es für sie einfacher sich offen auszutauschen, wenn die Lehrperson nicht dabei ist.

So ist es in anderen Seminaren oft üblich.

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